Präsentieren ohne Wegschauen: Warum dein Gehirn denkt, du wirst angegriffen

Shownotes

Blickkontakt beim Präsentieren. Warum er so schwer fällt und wie du ihn trotzdem hältst

Blickkontakt ist eines der wirkungsvollsten Werkzeuge beim Präsentieren. Und gleichzeitig eines der schwierigsten. Dein Gehirn hält Augenkontakt für eine Bedrohung. Evolutionär betrachtet völlig sinnvoll. Vor einem Publikum eher hinderlich.

In diesem Podcast erfährst du, warum Blickkontakt so anstrengend ist, was in deinem Gehirn dabei passiert und wie du ihn trotzdem souverän hältst. Auch vor großem Publikum.

Du lernst:

➡️ Warum dein Körper auf Blickkontakt wie auf eine Gefahr reagiert ➡️ Die 2-Sekunden-Regel, die alles entspannter macht ➡️ Die W-Methode für größere Gruppen ➡️ Eine Übung, die du sofort zuhause ausprobieren kannst

00:00 Blickkontakt beim Präsentieren. Warum er so schwer fällt 00:35 Was dein Gehirn mit Blickkontakt macht 00:46 Der Säbelzahntiger-Effekt 01:14 Warum Blickkontakt die Verbindung zum Publikum stärkt 01:33 Yvonne Club Inner Circle 02:01 Die 2-Sekunden-Regel und warum du dabei lächeln musst 02:14 Die W-Methode für große Gruppen 02:43 Blickkontakt bei 12.000 Menschen 02:59 Die Übung für mehr Blickkontakt-Sicherheit 03:31 Der eine Satz, der alles verändert 03:53 Blickkontakt ist Training 04:05 Outro

DEINE GASTGEBERIN: • Yvonne de Bark: Körpersprache-Expertin & Auftritts-Trainerin • 30+ Jahre Bühnenerfahrung • Keynote-Speakerin & 11-fache Autorin

PRAXISTRANSFER: ➤ Präsentations- & Videodreh-Seminare, in denen wir live vor Ort ganz konkret an deiner Körpersprache und deiner Wirkung feilen: https://yvonnedebark.de/live-seminar-selbstbewusstsein/

➤ Wirke wie du willst-Club, in dem ich dich persönlich mit regelmäßigem Feedback zu deinem Auftreten in Videos oder Vorträgen unterstütze: https://yvonnedebark.de/online-live-coaching/

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Transkript anzeigen

00:00:00: Blickkontakt beim Präsentieren.

00:00:03: Warum er so schwer fällt und wie du ihn trotzdem hältst, das erkläre ich dir jetzt.

00:00:07: Blickkontakt gehört zu den wirkungsvollsten Werkzeugen beim Präsentieren und die Pause natürlich, aber dafür habe ich schon Videos gemacht.

00:00:14: Und gleichzeitig gehört Blickkontakt zu den schwierigsten Werkzeugen.

00:00:17: Das hat einen einfachen Grund.

00:00:18: In dem Moment, in dem du jemanden in die Augen schaust, passiert etwas... Unglaubliches.

00:00:22: Es entsteht eine Verbindung.

00:00:24: Und das beansprucht dein Gehirn nochmal extra.

00:00:27: Du fragst dich, zum Beispiel, bewertet die Person nicht gerade.

00:00:31: Und das genau macht den Blickkontakt so anstrengend.

00:00:34: Denn eigentlich hast du ja genug mit dem Inhalt unter Rede zu tun.

00:00:38: Dein Gehirn kennt diese Situation aus einer sehr alten Zeit, dieses Angestartwerden.

00:00:42: Augen, die dich fixieren, bedeuteten früher oft Gefahr.

00:00:46: Der berühmte Säbelzahn-Tiger zwischen den Grashalmen schaut auch nicht zufällig.

00:00:50: Er schaut, bevor er angreift.

00:00:53: Auch wenn heute kein Tiger mehr im Raum steht, reagiert dein Körper noch immer ähnlich.

00:00:58: Puls geht hoch, Atmung wird flacher, du fühlst dich beobachtet, bewertet und manchmal auch ausgeliefert.

00:01:05: Kein Wunder also, dass viele beim Präsentieren den Boden fixieren oder oben schauen oder die PowerPoint anschauen oder an die Wand blicken oder hektisch zwischen den Personen hin und her springen.

00:01:15: Ich habe festgestellt, dass genau die Personen, mit denen ich freundlichen Blickkontakt hatte, nach der Rede zu mir gekommen sind, noch ein Bläuchchen von mir wollten oder noch ein Buch gekauft haben.

00:01:26: Für mich persönlich ist es übrigens immer anstrengender, Blickkontakt mit wildfremden Menschen zu halten als mit Menschen, die ich kenne.

00:01:33: Auch wenn es nur zwei Sekunden sind, das ist egal.

00:01:36: Da schau ich lieber in die Kamera beim Drehen von Videos.

00:01:40: Ach so, wenn du willst, lass dich von mir in meinem Yvonne-Club in der Circle begleiten.

00:01:44: Ich bin persönlich für dich da und gebe dir Feedback zu den Challenges.

00:01:48: Das sind zum Beispiel Körpersprache.

00:01:49: Insbesondere Gestik gehört auch zur Körpersprache.

00:01:51: Ich weiß, Sprechtraining, Hauto Teleprompter, Hauto Insta.

00:01:55: Und so weiter.

00:01:56: Meld dich gerne bei mir über irgendeinen Social Media Kanal oder hier.

00:01:59: Du findest mich dann schon und dann lass ich dich noch schnell rein.

00:02:03: Zurück zum Blickkontakt.

00:02:04: Also, halte den Blickkontakt für zwei Sekunden und bitte lächeln, sonst sieht es so aus und du wirkst wie Gefahr für den Publikum.

00:02:11: Achtung!

00:02:12: Bei einem größeren Publikum hilft dir eine ganz einfache Struktur.

00:02:16: Stell dir vor, dass du ein W gezeichnet hast und dann blickst du von außen, dann in die Mitte, dann vorne und hier und da und so kannst du immer alle abholen.

00:02:26: Und an jedem dieser Punkte bleibst du auch zwei Sekunden und so verteilst du deine Aufmerksamkeit gleichmäßig und niemand fühlt sich ausgeschlossen.

00:02:34: Noch was wichtig ist, in Gruppen ab.

00:02:36: Ungefähr dreizig Personen fühlen sich immer auch alle angesprochen, die um diese Person rumschauen, die du gerade anschaust.

00:02:43: Also, einen hast du, wie willst du, nehmst du einen, hast du alle.

00:02:46: Am leichtesten fand ich persönlich im Blickkontakt bei zwölftausend Menschen, als ich einen Vortrag in der längtesten Arena gehalten habe.

00:02:52: Du musst einmal nur oben in die Ränge gucken, dann da hinten, dann da vorne und hast du dann alle angeschaut.

00:02:57: Bist du jemand, der Blickkontakt nicht gut halten kann oder der Blickkontakt nicht gut ertragen kann, dann kommt jetzt eine Übung für dich, die dir helfen kann.

00:03:05: Such dir ein Foto von einer fremden Person, die direkt in die Kamera schaut.

00:03:10: Die Person sollte dabei bitte nicht lächeln.

00:03:13: Das ist wichtig.

00:03:14: Das simuliert den Ernstfall bei der Präsentation.

00:03:16: Du weißt schon, was ich meine, wie wir so da sitzen.

00:03:19: Und du schaust diese Person bitte zehn Sekunden in die Augen.

00:03:21: Zehn Sekunden.

00:03:22: Wahrscheinlich merkst du nach ein paar Sekunden so ein leichtes Unbehagen.

00:03:26: Vielleicht wirst du unruhig.

00:03:28: Bleib trotzdem mit dem Blickkontakt da.

00:03:31: Währenddessen denkst du innerlich einen ganz einfachen Satz.

00:03:34: Ich mag dich.

00:03:36: Nach den zehn Sekunden hat dein Gehirn das Wichtiges verstanden.

00:03:41: Augenkontakt ist ungefährlich.

00:03:43: Es passiert nichts Schlimmes.

00:03:45: Wenn du diese Übungen ein paar Mal machst, dann wird dir der Blickkontakt auch mit echten Menschen deutlich leichter fallen.

00:03:51: Auch mit welchen, die grummelig schauen.

00:03:53: Blickkontakt bei Präsentationen ist weniger Talent, es ist eher Training.

00:03:57: Und je souveräner und freundlicher du ihn hältst, desto besser verbindest du dich mit deinem Publikum.

00:04:04: Wenn dir das gefallen hat, dann vergiss nicht, schnell einen Kommentar da zu lassen oder einen Like oder irgendwas, damit ich weiß, hey, du hast uns mitbekommen und du findest es auch gut und du möchtest nicht unterstützen, dass ich auch immer weiter solchen Content rausgehebe.

00:04:17: Mein Name ist Yvonne Ehrnd.

00:04:18: Du weißt ja, wer ich bin.

00:04:20: Das hier ist alles.

00:04:20: Wirke, wie du willst und ich helfe Menschen zu verrehen, aufzutreten bei partiell oder völliger Ahnungslosigkeit, vor Gruppen oder vor der Kamera.

00:04:29: Wenn du ein Seminar von mir besuchen möchtest... Sei herzlich eingeladen mir zu schreiben, dann schaue ich, ob und wie du in eine Gruppe von mir passt.

00:04:37: Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt, wirke wie du willst.

00:04:43: Deine Yvonne de Barg.

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